Erlebnisse (heiterer Natur) mit (mobiler) Telekommunikation

Dejos Blog - Blog zu (österreichischer Tages-)Politik, Medien, Urheberrecht uvm

Moderator: dejost

User avatar
dejost
Administrator
Posts: 5159
Joined: 05 Oct 2005, 00:00
Location: im Westen von Wien
Contact:

Erlebnisse (heiterer Natur) mit (mobiler) Telekommunikation

Post by dejost » 29 Jan 2006, 10:43

werde demnächst hoffentlich motiviert genug sein, was zu schreiben...

edit: Dieser Thread hat seine Mitte noch nicht ganz gefunden... zumindest mit Telefonie hat aber alles hier zu tun.
Last edited by dejost on 17 Feb 2012, 09:32, edited 2 times in total.

User avatar
dejost
Administrator
Posts: 5159
Joined: 05 Oct 2005, 00:00
Location: im Westen von Wien
Contact:

Post by dejost » 14 Mar 2006, 12:01

Prof Benke hat die Tendenz, wenn in der Vorlesung jemandes Handy geklinget hat, was bei über 1000 Leute in der RömR SachenR VO schon mal passieren kann, Kommentare a la "Sagen Sie, ich kann nicht, ich habe gerade Vorlesung" oder "Schöne Grüße von uns allen" zu schieben oder einfach im Vortrag inne zu halten, bis das Läuten abgestellt war.

User avatar
dejost
Administrator
Posts: 5159
Joined: 05 Oct 2005, 00:00
Location: im Westen von Wien
Contact:

Post by dejost » 04 May 2007, 15:48

Ein hochrangiger Vertreter der Gesundheitsministerium hielt eine LV über Arzneimittelrecht. Es war gerade Vogelgrippezeit, daher musste er sein Handy angedreht lassen.

Es rief öfter mal jemand an.

Dieses Mal fragte er mehrmals

"Geht es um Sex?"

Offensichtlich war die Antwort ... ja. Er legte auf.

Er hatte sich nur undeutlich ausgedrückt. Er meint, ob es um sechs Uhr ginge. Manche fanden dieses Missverständnis lustig.

User avatar
dejost
Administrator
Posts: 5159
Joined: 05 Oct 2005, 00:00
Location: im Westen von Wien
Contact:

Post by dejost » 04 May 2007, 16:45

Ein Professor auf der PoWi wurde nahezu jede Stunde einmal angerufen. Er frug, ob es wichtig sei, da die Antwort verneinend zu sein schien, legte er wieder auf, mit dem Hinweis, dass er gerade Vorlesung halte.

In einer der letzten Stunden eröffnete er uns nach dem Telephonat, es handle sich jedesmal um seinen Bruder, der ihn immer während der Vorlesung anrief. Er sagte, er wisse nicht warum. Wir hatten eine Vermutung...

User avatar
dejost
Administrator
Posts: 5159
Joined: 05 Oct 2005, 00:00
Location: im Westen von Wien
Contact:

Post by dejost » 27 May 2011, 07:39

http://futurezone.at/digitallife/3298-s ... rksten.php

Hier etwas, dass wir dauern erleben, was aber nicht so heiter ist (daher auch die Änderung des Threadtitels).
Die gesundheitliche Gefährdung durch Mobilfunk kann auch nach Berücksichtigung 100 aktueller Studien nicht nachgewiesen werden. Zu diesem Schluss kommt das alljährlich einberufene Expertenforum des Wissenschaftlichen Beirats Funk (WBF). Aber auch überraschende Ergebnisse wurden präsentiert. So ist der Elektrosmog in öffentlichen Verkehrsmitteln am stärksten. Schnurlostelefone werden zudem als Strahlenquelle weitgehend unterschätzt.
„Es ist daher auch weiterhin davon auszugehen, dass Mobilfunk – bei Einhaltung der existierenden Grenzwerte – keine Gesundheitsgefahr für den Menschen darstellt“, fasst Norbert Vana, Strahlenphysiker an der TU Wien sowie Vorsitzender des WBF, die Ergebnisse am Donnerstag in Wien zusammen.
„Dass die Exposition in den eigenen vier Wänden oft nur bis zu sieben Prozent der Strahlenbelastung in öffentlichen Verkehrsmitteln ausmacht, ist in der Tat interessant. Das sollte aber auch dazu beitragen, gewisse Diskussionsschwerpunkte, wie die potenzielle Gefahr durch Handymasten in Wohngebieten oder WLAN im Eigenheim, in neuem Licht zu sehen“, so Vana.

Während viele Leute die Elektrosmog-Belastung in erster Linie mit Mobilfunk und eventuell mit WLAN in Verbindung brächten, seien andere Quellen bisher völlig außer Acht gelassen worden. Eine Schweizer Studie etwa fand heraus, dass 50 Prozent der Elektrosmog-Belastung auf die Benutzung von Schnurlostelefonen zuhause zurückgeht. Denn vor allem ältere Modelle senden – anders als Handys – unentwegt und würden daher eine kontinuierliche Quelle der Belastung darstellen. Allen Strahlenquellen sei allerdings gemein, dass sie auch in Summe nur einen Bruchteil des tatsächlich gesundheitsgefährdenden Schwellenwertes ausmachen würden.
Ob Mobilfunk auf lange Sicht krankmache, sei tatsächlich schwer zu beantworten, sagt Gerald Haidinger, Facharzt für Sozialmedizin an der Medizinischen Universität Wien. Die Qualität vieler Studien sei aufgrund der weiterhin jungen Thematik verbesserungswürdig. Viele Studien würden auf Kontrollfragen beruhen, die eine Selbsteinschätzung bezüglich des eigenen Telefonieverhaltens vor fünf oder zehn Jahren erfordern. Viele Erkrankungen, wie etwa auch Hirntumore, würden aber auch 15 bis 35 Jahre brauchen, um aufzutreten. Mögliche Langzeitfolgen könne man wissenschaftlich daher nicht ausschließen, auch wenn sie laut aktuellem Wissensstand sehr unwahrscheinlich seien.

Was die Wirkung von Elektrosmog auf die eigene Befindlichkeit betrifft, konnte ebenfalls kein Zusammenhang mit Beschwerden gefunden werden. „Störungen der subjektiven Befindlichkeit durch hochfrequente elektromagnetische Mobilfunkfelder konnten bisher auch in Blindstudien nicht nachgewiesen werden“, meinte Vana. In Studien habe man aber nachweisen können, dass das bloße Vorhandensein von Handymasten Befindlichkeitsstörungen bei Personen hervorrufen, selbst wenn diese nachweislich gar nicht senden würden.
„Das die Mobilfunkdiskussion bestimmende Minimierungsprinzip, eben Strahlen so weit wie möglich zu vermeiden, beruht ja eigentlich auf den Auswirkungen ionisierender Strahlung, die tatsächlich auch in geringsten Mengen schädliche Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben kann“, so Vana. „Bei nicht-ionisierender Strahlung sei dies aber nicht der Fall, da bestimmte Effekte nur ab einem gewissen Schwellenwert auftreten würden. Dass man das Minimierungsprinzip auf die Bewertung ionisierender Strahlung übertragen habe, halte ich für falsch und für einen wissenschaftlichen Widerspruch“, meint Vana.

Der Wissenschaftliche Beirat Funk fungiert als unabhängiges beratendes Gremium des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT). Alljährlich sichtet und analysiert es die aktuellen wissenschaftlichen Studien zum Thema „Mobilfunk und Gesundheit“ und gibt Empfehlungen ab. In diesem Jahr wurden hundert zwischen Februar 2010 und Jänner 2011 publizierte Studien berücksichtigt. Der diesjährige Expertenrat umfasste 16 Wissenschaftler aus Österreich und Deutschland.

Guest

Post by Guest » 05 Jan 2012, 11:28

Heiter für die chilenischen Konsumenten
(weniger lustig war dafür das

http://futurezone.at/b2b/6693-chile-han ... t-sein.php
Seit Anfang des Jahres müssen nun sämtliche in Chile verkauften Handys und Smartphones offen für alle Netze verkauft werden - das heißt, sie dürfen nicht für ein Netz gesperrt sein. Das verkündete der chilenische Telekomregulator Subtel am Montag per Twitter. Alte Geräte sollen kostenlos über eine Webseite per Eingabe der IMEI freigeschalten werden können. Diese Maßnahme soll die Mitnahme von alten Telefonnummern in neue Netze erleichtern, denn auch die Rufnummernmitnahme wird ab 16. Jänner in Chile offiziell möglich sein.
Damit reiht sich Chile in eine kleine Gruppe von Ländern ein, in denen nur entsperrte Handys verkauft werden dürfen. Auch in Singapur und Israel wurden bereits entsprechende Gesetze verabschiedet, die Mobilfunkbetreiber das Sperren ihrer Handys verbietet. In Österreich und dem Rest der EU ist das Sperren von Handys nicht verboten

User avatar
dejost
Administrator
Posts: 5159
Joined: 05 Oct 2005, 00:00
Location: im Westen von Wien
Contact:

Post by dejost » 17 Feb 2012, 09:34

http://derstandard.at/1328507974519/Gue ... ade-heraus

Anlässlich der rezenten Preiserhöhung von A1 = Telekom gleichzeitig mit Enthüllungen im Untersuchungsausschuss schlägt Traxler folgendes Schreiben vor:
Sehr geehrtes A1-Team, zunächst ist es mir ein Herzensbedürfnis, Sie zu Ihrem genialen Timing zu beglückwünschen. Wie Sie die Notwendigkeit einer Preiserhöhung mit der laufenden Darstellung Ihrer Leistungen im Untersuchungsausschuss des Parlaments abzustimmen wissen, bewirkt in Ihren Kunden eine spirituelle Erleuchtung, die Geschäftspolitik Ihres Hauses betreffend, wie sie ein Lobbyist in Hochform, mit Vertretern sämtlicher Parteien auf seiner Payroll, nicht besser hingekriegt hätte. Neben den dort bisher dargestellten Kosten nehmen sich die in Ihrem Schreiben angeführten Begründungen - Inflation und Investitionen "in das A1 Netz für die Zukunft" - geradezu fadenscheinig aus.

Die Versorgung hiesiger Haushalte mit "modernster Glasfasertechnologie" mag ein edles Anliegen sein. Was ist das aber gegen die Versorgung heimischer Parteien mit den Mitteln, die es braucht, um jene Kommunikation zu gewährleisten, die unser Gemeinwesen nun einmal vernetzt. In einer Zeit, in der schon Teppichhändler um Almosen für Parteien flehen, kann ein Unternehmen wie das Ihre nicht beiseite stehen, wenn es gilt, der indirekten Demokratie Stütze und Krücke zu sein, wie das so treffend in dem Ausspruch eines Experten kulminiert: "Machts Wahlkampf und schickts die Rechnung an die Telekom."

Dass eine Politikerin, deren Wahlkampf daraus finanziert wurde, nun Sponsorweglegung betreibt, ist schnöder Undank, aber nicht Ihnen anzulasten. Sie haben Ihre Pflicht getan, und mehr als das. In einer Zeit, in der Rentner im Stich gelassen werden, haben Sie einem Korridorpensionisten den Korridor aus diesem too smallen country eröffnet. Wo die Nachwelt einer Mimin Kränze flechten sollte, haben Sie ohne Ansehung der väterlichen Person mitgeflochten. Wer einer Partei 720.000 Euro zukommen lässt, von der Gegenleistung ebenso wenig zu erwarten war wie Leistung, leistet damit der Demokratie einen Universaldienst. Und dass eine andere Partei die 100.000 Euro, die Sie ihr zusagten, jetzt im Dickicht ihrer Strukturen nicht finden kann, muss nicht heißen, das Geld sei für immer hinausgeworfen.

In diesem Sinne ist Ihre Ankündigung einer Preiserhöhung keine unerfreuliche Botschaft, sondern geradezu ein Evangelium. Kein Wort über die Hintergründe! Mögen die Fasern in Ihren Leitungen gläsern sein - die Fasern Ihres weit geöffneten Herzens sind geschmeidig wie das Rückgrat eines Lobbyisten. Gerade heraus: Dafür zahlt man gern.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Ihr dankbarer Kunde

Post Reply